Science

„Science is not only a disciple of reason but, also, one of romance and passion.“
(Stephen Hawking)

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Freiheit in der Wissenschaft

 

Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) benennt seit 20 Jahren jedes Jahr ein Wissenschaftsjahr. Das Wissenschaftsjahr 2024 widmet sich den verschiedenen Dimensionen von Freiheit.

75 Jahre Grundgesetz und 35 Jahre Fall der Berliner Mauer werden als Anlass genommen „ein Jahr lang Freiheit in all ihren Facetten zu betrachten“.

Dabei lautet der Leitsatz „Zeit, für Freiheit zu streiten.“

Ein spannendes Thema, das nicht nur perfekt mit meinem Motto „Jetzt Frei Sein –  Frei Forschen. Frei Leben. Frei Begleiten.“ passt, sondern das aktuell auch von höchster Relevanz für unsere Zukunft und das friedliche weltweite Zusammenleben ist!

Der Beitrag links ist im Rahmen der sehr spannenden Förderlinie „Innovative Frauen im Fokus“ und des die geförderten Projekten begleitenden gleichnamigen Metaprojekts entstanden.

 

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Forschungsinteressen

Die großen Fragen unserer Zeit lassen sich nicht von Einzelnen beantworten, vielleicht sogar nicht einmal stellen, ganz egal wie viel eine Person zu wissen glaubt oder auf welche Informationsquellen sie zurückgreifen kann.

Um den komplexen und weit reichenden Herausforderungen von Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel erfolgreich zu begegnen, wird die Fähigkeit zu kollaborativer Zusammenarbeit über disziplinäre Grenzen hinweg daher von entscheidender Bedeutung sein. Gleichzeitig führen Individualisierung und Spezialisierung von Gesellschaft und Wirtschaft dazu, dass Kommunikationsräume immer weniger durch gemeinsame Werte und Kulturen geprägt sind, weswegen erfolgreiche Kommunikation, Übersetzung und Vermittlung an Schnittstellen immer wichtiger und herausfordernder werden wird.

Wie genau diese Schnittstellenkommunikation funktioniert, welche sozialen Kompetenzen hierfür erforderlich sind und wie dies durch lebenslange Persönlichkeitsentwicklungsprozesse erworben und vertieft werden können, stellt den Kern meines Forschungsinteresses dar.

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Publikationen

Meine wissenschaftlichen und transferorientierten Publikationen bewegen sich an den Schnittstellen von Karrierewegen im Wissenschaftsmanagement, Sichtbarkeit und Gleichstellung, Evidenznutzung und Leadership in der Hochschulsteuerung sowie hochschulinternem Wissenstransfer und Hochschulkultur.

Derzeit Open Access erschienen: „Sichtbarkeit von weiblicher wissenschaftlicher Leistung im Fokus“ – ein Sammelband, der Ergebnisse aus drei BMBF-geförderten Projekten der Förderlinie Innovative Frauen im Fokus bündelt. Der Band beleuchtet wissenschaftlich entwickelte Sichtbarkeitsmaßnahmen, analysiert Exzellenz- und Sichtbarkeitsdynamiken an Hochschulen und reflektiert strukturelle Wirkmechanismen, die weibliche Wissenschaftskarrieren prägen.

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Hochschullehre

Als Modulverantwortliche und Lehrende im Managementmodul „Soziale Kompetenzen und Kommunikation im weiterbildenden Masterstudiengang „Wissenschaftsmanagement“ an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer habe die großartige Möglichkeit, eine Kombination meiner Forschungsinteressen und meiner Coachingerfahrung mit hochqualifizierten Studierenden zu teilen.

Was bedeutet erfolgreiche Kommunikation? Wie kommuniziere ich mit meinen Mitmenschen? Welche Potenziale nutze ich noch nicht? Wie leitet man zielorientiert Gruppendiskussionen? Wie lassen sich Konflikte vermeiden oder moderieren? Um kommunikativen Herausforderungen im beruflichen Alltag souverän und authentisch zu begegnen, entdecken die Studierenden in Einzel- und Gruppenarbeit sowie in Rollenspielen eigene Stärken und Schwächen und helfen einander durch kollegiale Beratungen gemeinsam und systematisch ihr kommunikatives Potenzial zu entfalten.

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2025: Projekt NuDHe „Bedingungskonstellationen für die Nutzung befragungs- und prozessbasierter Daten in der Hochschulentwicklung“

Das Projekt NuDHe untersuchte, welche Faktoren darüber entscheiden, ob und wie empirische Daten in Hochschulen tatsächlich in Entscheidungsprozesse einfließen. Im Zentrum stehen sowohl organisationale Rahmenbedingungen als auch konkrete Praktiken der Evidenznutzung in Qualitätsentwicklung, strategischer Steuerung und Leitungshandeln.

Dazu wurden an 15 Hochschulen leitfadengestützte Interviews mit Verantwortlichen in Qualitätsmanagement durchgeführt. Ergänzend flossen Dokumentenanalysen, Fallrekonstruktionen und vergleichende Musteranalysen in die Auswertung ein. Die Nutzungsmuster wurden in idealtypischen Nutzungskonstellationen verdichtet, um typische Entscheidungs- und Datenwege sichtbar zu machen.

Von Januar – Dezember 2025 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „Qualität in der Lehre“ an der IU internationalen Hochschule tätig.

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2022 - 2025: Projekt AGICA "Agiler Campus: Hochschulinterner Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Verwaltung"

Das Projekt AGICA  war ein Forschungsprojekt in der vom BMFTR-geförderten Förderlinie “Forschung zum Wissenstransfer“ unter der Leitung von Prof. Dr. Susan Harris-Huemmert (Abteilung International Education Management/Institut für Bildungsmanagement, PH Ludwigsburg).

In explorativen Interviews mit Verwaltungsmitarbeitenden, Hochschulleitungen und Forschenden an drei verschiedenen Hochschulen wurde untersucht, welche Erfahrungen und Bedarfe hinsichtlich des Wissenstransfers zwischen Verwaltung und Wissenschaft bestehen. Darauf aufbauend wurden an den drei Hochschulen Online-Surveys durchgeführt, um die gewonnenen Einsichten in einer größeren Breite zu untersuchen. In weiteren Interviews im Anschluss wurde diesen Ergebnissen dann noch einmal vertiefend nachgegangen werden. Flankiert wurde das Forschungsprojekt von diversen Workshops mit den Partnerhochschulen, um einen beidseitigen Transfer zu gewährleisten.

Von Oktober 2022 bis Dezember 2025 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin für AGICA an der PH Ludwigsburg tätig.

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2021 - 2022: Projekt SPARK "Sichtbare Potenzialträgerinnen als Rollen(vor)bilder weiblicher wissenschaftlicher Karrieren"

Ziel des vom BMBF geförderten Projektes (Laufzeit: Oktober 2021 – Dezember 2022) war es, wissenschaftlich fundiert und begleitet ein Workshopformat zu entwickeln, um Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Karrierestufen darin zu unterstützen, mehr Sichtbarkeit für sich zu erlangen.

Dazu wurden in einem Design Sprint mit Expertinnen innovative Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit entwickelt, Wissenschaftlerinnen zu bereits vorhandenen Maßnahmen und deren Wirksamkeit befragt und die Ergebnisse direkt im Anschluss in der Praxis angewandt (Workshop & Praxisbegleitung).

Ich habe das Projekt zusammen mit meinen Kolleginnen Dr. Katja Knuth-Herzig und Dr. Rubina Zero-Breuer eingeworben und es an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften am Lehrstuhl für Wissenschafts- und Hochschulmanagement von Prof. Dr. Michael Hoelscher geleitet.

 

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2019 - 2022: Projekt KaWuM "Karrierewege und Qualifikationsanforderungen im Wissenschafts- und Hochschulmanagement"

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt der Uni Speyer, HU Berlin und IU Internationalen Hochschule (Laufzeit Juni 2019 bis September 2022) hat Aufgaben im Wissenschaftsmanagement und seine Qualifikationsanforderungen identifizier. Es wurden qualitative und quantitative Daten zu Karrierewegen, Kompetenzen, Qualifikationen, wahrgenommenen Professionalisierungstendenzen sowie zur Organisationsentwicklung gesammelt. Das Team in Speyer hat hierzu über 100 Interviews und Fokusgruppengespräche mit Wissenschaftsmanager*innen, Hochschulleitungen, Dekan*innen, Studierenden von Weiterbildungsstudiengängen sowie Trainer*innen im Bereich Wissenschaftsmanagement geführt.

Ich habe im August 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin angefangen, für das Projekt zu arbeiten und im Januar 2021 die Verbundleitung sowie die Teilprojektleitung  ZENTRALKOORDINATION UND INTERVIEWS an der DUV Speyer von Prof. Dr. Susan Harris-Huemmert übernommen.