Manchmal lese ich, dass einen Traumjob zu haben bedeutet, morgens vor Freude aus dem Bett zu springen. Ich mag mein Leben und meine Arbeit – und ja, es gibt Tage, an denen ich wirklich gerne aufstehe. Tage, an denen ich kaum erwarten kann, was kommt.

Und dann gibt es die anderen Tage.

Die, an denen der Wecker klingelt und ich am liebsten liegen bleiben würde. An denen der Widerstand groß ist und die Motivation irgendwo zwischen Kopfkissen und Morgenkaffee verschollen scheint.

Was ich in solchen Momenten gelernt habe: Es hilft nicht, das Gefühl wegzudrängen oder sich zu fragen, ob man vielleicht doch im falschen Job ist. Was hilft, ist eine viel einfachere Frage: Was ist gerade dran – und was will ich damit machen?

Diese Frage ist für mich zum Gamechanger geworden. Nicht weil sie die schweren Tage verschwinden lässt, sondern weil sie mir Klarheit gibt. Und aus dieser Klarheit heraus finde ich mich oft schneller als gedacht zähneputzend im Badezimmer wieder, genieße meinen Morgenkaffee und freue mich auf das, was kommt.

Karriereklarheit bedeutet für mich genau das: nicht den perfekten Job finden – sondern die Fähigkeit entwickeln, ehrlich zu sein über das, was gerade stimmt. Und von dort aus den nächsten Schritt zu gehen. Bewusst, stimmig, aus innerer Überzeugung.

Das gilt an guten Tagen genauso wie an schlechten. Und es gilt im Wissenschaftssystem genauso wie anderswo.